Ein Bewerbungsprozess läuft immer ähnlich ab. Deine Bewerbungsunterlagen werden von dem/r Recruiter/in gescreent, du wirst eingeladen, führst ein persönliches Gespräch und es kommt zu einer Entscheidung. Manchmal kommen Telefoninterviews oder weitere Runden dazu, die das Ganze in die Länge ziehen. Im Großen und Ganzen kommst du aber auf verschiedene Weisen mit unterschiedlichen Personen in Kontakt, die im weiteren Schritt entscheiden werden, ob du den Job kriegst – da möchtest du natürlich in jedem Step einen guten Eindruck machen!

Hier ein paar Tipps, wie dir das gelingt:

1. Dein Motivationsschreiben: Dein Aushängeschild

Achte unbedingt darauf, dass du im Anschreiben den/die richtigen Ansprechpartner/in ansprichst, der Name auch richtig geschrieben ist und du es an das richtige Unternehmen adressierst. Den Unternehmen ist natürlich bewusst, dass du dich nicht nur bei ihnen bewirbst, ein falsch adressiertes Schreiben macht allerdings keinen guten Eindruck.

2. CV Angaben konkretisieren

Bei deinen Sprach- oder IT Kenntnissen, gib bitte eine Selbsteinschätzung an. Bezüglich Sprachen ist der Europäische Referenzrahmen empfehlenswert (A1-C2).

3. Abheben vom Telefon

Wenn du dann angerufen wirst, ist ein „DEIN NACHNAME, Guten Tag“ oft schon genug, um einen ersten guten Eindruck zu machen. Ein verwirrtes oder unsicheres „Halloooo?“ solltest du vermeiden, du weißt und hoffst ja schließlich darauf, angerufen zu werden 😉

4. Bleib erreichbar – telefonisch und per Mail

Der/die Recruiter/in wird im ersten Schritt per Telefon oder Mail versuchen, dich zu erreichen – mache es ihm/ihr nicht schwer! Wenn du gerade unterwegs bist, hebe am besten ab und frage, ob du zurückrufen kannst. Du wirst sicher kein „Nein“ zu hören bekommen und kannst dir eventuell nochmal schnell das Inserat ansehen und dir in Erinnerung rufen, um was es genau ging.

5. Abspeichern des Inserats

Es kommt oft vor, dass das Inserat nicht mehr online ist, wenn du eingeladen wirst. Speichere es dir daher sicherheitshalber schon bei der Bewerbung irgendwo ab, damit du darauf zurückgreifen kannst, wenn du dich auf das Gespräch vorbereitest.

6. Warum genau Du?

Du hast schon einmal mit deinem Lebenslauf gepunktet und wirst eingeladen. Andere ebenfalls eingeladene Bewerber haben sicher ähnliche Qualifikationen – warum soll das Unternehmen genau dich nehmen? Mache dir im Vorfeld Gedanken dazu: Begründe warum das Unternehmen am besten zu dir passt und vice versa.

7. Sei Du selbst

Das mag sehr nach Klischee klingen, ist aber wichtig. Vielleicht klingt die Position gut, das Unternehmen passt aber gar nicht zu dir und du würdest dich langfristig nicht wohl fühlen. Daher unser Tipp: Reflektiere. Wer bist du? Wo möchtest du hin? Was sind deine No-Go’s? Mach dir Gedanken darüber und sei dementsprechend ehrlich im Gespräch – du möchtest ja ins Unternehmen/Team passen.

8. Nachfragen

Erkundige dich im Gespräch bis wann du mit einer Rückmeldung rechnen darfst und frage erst nach, ob es Neuigkeiten gibt, wenn das Unternehmen schon ca. 3 Tage über diese Frist gekommen ist.

9. Zusagen

Wenn du eine Zusage bekommst und du dir aber noch nicht zu 100% sicher bist, lass dir 1-3 Tage Zeit. Das Unternehmen wird es verstehen, wenn du freundlich um „Nachdenkzeit“ bittest.

10. Absagen

Solltest du dich dazu entscheiden, einem Unternehmen abzusagen, dann kommuniziere es bitte auch. Es ist schlimmer, sich gar nicht mehr zu melden, auf Anrufe und Mails nicht zu reagieren als einfach kurz zu sagen, dass man sich leider anders entschieden hat – ob du das ausgemachte Gespräch oder dann den Job absagst: Es ist ja nichts Tragisches, aber bitte gib dem Unternehmen Bescheid!

Autorin: Klara Girgis, Recruiting-Expertin bei Trenkwalder